zeit.los

Sonntag, 22. Apr. 2018  20 Uhr  Scenario Halle

zeit.los

Tanzstück 2018 Tanztribüne

Nach Textmotiven aus dem Buch von Franz Kafka:

„Die Acht Oktavhefte“, beginnend mit dem Satz: Jeder Mensch trägt ein Zimmer in sich.

Choreografie: Sarah Kiesecker, Hans Traut - Ein Teil der Tänze entstand in Südfrankreich

Es tanzen: Sarah Kiesecker, Janina Keller, Dominik Höß  - Jazzaret Uschi Benzing, Mada Chahoud, Angeline Deborde, Natalie Mössner, Sonja Mack, Hans Traut - Tan

Kostüme:  Kali Yog - Mode Label  Frankreich, Indien

Die Acht Oktavhefte liefern die Ideen für das Tanzstück zeit.los. Kafkas Schilderungen von seelischen Zuständen und Erlebnissen werden in Tanzsprache umgesetzt, wobei seine Beschreibung von Räumen und Landschaften beste Anhaltspunkte für das Bühnenbild ergeben. So gleiten in de einzelnen Tanzsequenzen Akteure, Zimmer, Türen, Uhren, Himmelsformationen,Tiere und Zitaten aus dem Off in Videoprojektion und als reale Gegenstände und Figuren in einer stetig vorrückenden Zeit am Zuschauer vorbei. Der Titel zeit.los kann ganz im Sinne Kafkas dabei sehr verschieden interpretiert werden: zeitlos- die Zeit fängt an zu rennen - Start eines Hundertmeterlaufs - ohne Zeit...

Aber da ja die Zeit vielleicht relativ erscheint, so kommt sie nie ohne Zeiterscheinungen aus - wir werden sehen.

Sinngebung erfährt das Tanzstück ebenso durch die Kostüme des kleinen Mode-Labels Kali Yog aus Toulouse in Frankreich, die in Rajasthan - Indien entworfen und hergestellt werden - auch eine Art Zeit-Reise.

Kali ist im Hinduismus die Göttin der Zerstörung, aber auch der Erneuerung. Das indische Wort Yog bedeutet übersetzt : Zeit.

Aufführungen: / Sa 28./ So 29. April jew. 20 Uhr